*
 
Freitag, den 20.10.2017
   Schnellsuche
On Tour
Previews
CD-Tips
Flashback
Gewinnspiel
Newsletter
Kontakt
Impressum
Home
 
*
 
Nightmare im E-Werk



Ist das die Kulisse eines Endzeitfilms? Ein Autowrack, Muellfaesser und diverse Skelettteile dekorierten die mit Sinn fuers Detail hergerichtete Buehne. Natuerlich fehlte auch die Guillotine und die Frankensteinmaschine nicht. Alice Cooper vereint erstklassigen Heavy Metal und Buehnenshow zu einer Einheit. Eine Rockshow im wahrsten Sinne des Wortes!

Bei der Auswahl des Songmaterials hat er die Qual der Wahl. Schliesslich rockt er schon seit ewigen Zeiten. Sein erstes Album, Pretties for You, wurde von keinem Geringeren als dem unvergessenen Frank Zappa produziert! Das war anno 1969, also in einer Zeit, in der viele der heutigen Zuschauer noch gar nicht lebten. Trotzdem war die Stimmung bei den alten Klassikern immer am Groessten. Ob Billion Dollar Babies oder No More Mr. Nice Guy, alle im Saal konnten mitsingen. Die neueren Stuecke der aktuellen CD Brutal Planet waren vielen wahrscheinlich nicht ganz so gelaeufig (ab in den Music Store mit euch, es lohnt sich!), was der Stimmung aber nicht schadete. Insgesamt gab es bei der Songauswahl keinen Haenger. Full Power Rock aus der ersten Liga!

An den Drums sass wieder ein alter Bekannter. Eric Singer, der schon frueher fuer Alice trommelte und kurz bei KISS (vor der Reunion) als Nachfolger des verstorbenen Eric Carr angestellt war. Sein Solo mit zeitweilig brennenden Drumsticks kann auch als Hoehepunkt der Show verbucht werden.

Apropos Show, die obligatorische Hinrichtung von Alice fehlte natuerlich nicht. Zum Glueck ist er aber dank der Frankensteinmaschine kurz danach wieder auferstanden um sofort froehlich Feed my Frankenstein zu singen.

Wer nicht da war, der hat wirklich was verpasst. Selbst fuer nicht Metaller ist die Show schon das Eintrittsgeld wert.


Fotos: Shooter, musikland.de